Verfügbarkeit und Bezahlbarkeit von Energie und Rohstoffen sichern (Wirtschaftspol. Grundpositionen der IHK Südthüringen 2013)

Die Energiewende in Deutschland ist grundsätzlich erforderlich und verdeutlicht auch im in-ternationalen Kontext das technologische Know-how sowie die ökologische Weitsicht Deutschlands. Überdurchschnittliche Kostensteigerungen für Energie und Rohstoffe schränken mittelfristig die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft deutlich ein.

Die IHK Südthüringen fordert:

  1. Versorgungssicherheit hat höchste Priorität.
  2. Die Kosten für Energie und Rohstoffe dürfen nicht weiter durch zusätzliche Gebühren und Umlagen erhöht werden. Stattdessen wird eine höhere Transparenz der Kosten-struktur erwartet.
  3. Die Abschaffung der EEG-Umlage. Die Kosten der Energiewende sind über den Bundeshaushalt darzustellen.
  4. Die zur Erreichung der Klimaschutzziele notwendige Effizienzsteigerung muss gefördert werden, statt Einsparungen vorzuschreiben.
  5. Der notwendige Netzausbau im Übertragungs- und Verteilnetz muss beschleunigt werden. Die Netzplanung muss das europäische Verbundnetz zwingend berücksich-tigen. Erforderliche Höchst- und Hochspannungsleitungen sind natur- und tourismus-verträglich zu planen sowie zügig umzusetzen.
  6. Netzentgelte sind bundesweit solidarisch umzulegen.
  7. Pumpspeicherwerke sind geeignete Energiespeicher. Sie dienen der Versorgungssi-cherheit und werden als notwendig erachtet.
  8. Die Ausweisung von Gebieten zum Betrieb von Windkraftanlagen im Wald wird unterstützt, sofern die Belange von Natur und Tourismus hinreichend Berücksichtigung finden. Grundstückssicherungsverträge sind zeitlich zu befristen sowie regionale Projektträger bei der Vergabe geeigneter Flächen nach Möglichkeit zu bevorzugen.
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